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Wassersprung-DM: Klein gewinnt vom Turm

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Sascha Klein hat bei der Sommer-DM der Wasserspringer den Wettkampf vom Turm gewonnen. Zweiter wurde Christian Picker. Bei den Frauen siegte Katja Dieckow vom 3-m-Brett.

Top-Favorit Sascha Klein hat bei der Sommer-DM der Wasserspringer in Berlin souverän den Wettkampf vom Turm gewonnen und seine Titelambitionen bei der EM in Budapest (4. bis 15. August) untermauert. Der Olympia-Zweite aus Aachen siegte im Finale mit 460,25 Punkten vor dem Berliner Christian Picker (433,90), doch vor allem die 553,80 Zähler aus dem Vorkampf machten Klein Hoffnungen auf EM-Gold.

"Der Vorkampf war sehr überzeugend. Aber am Ende ist mir ein wenig die Kraft ausgegangen. Schön, dass es trotzdem gereicht hat", sagte der Vize-Europameister, der wegen einer Mittelohrentzündung noch Trainingsrückstand hat, nach seinem zweiten Titel bei der diesjährigen DM. Zuvor hatte Klein bereits im Synchronwettkampf vom Turm mit Partner Patrick Hausding (Berlin) gesiegt.

Bei den Frauen gewann vom 3-m-Brett Katja Dieckow aus Halle (324,60) vor Uschi Freitag aus Aachen (319,50).

 

Verschreckter Liebhaber ruft aus Kleiderschrank die Polizei zu Hilfe

Ein verschreckter Liebhaber im Kleiderschrank hat die Polizei in Aachen beschäftigt. Als der erboste Ex-Partner seiner Freundin vor der Tür stand, war der Mann in das Möbelstück geflüchtet. Von dort aus rief er per Handy die Beamten zu Hilfe, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Zuvor war die gemeinsame Nacht der frisch Liierten rüde unterbrochen worden.

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Bild: © ddp.de Verschreckter Liebhaber ruft aus Kleiderschrank die Polizei zu Hilfe:
Ein verschreckter Liebhaber im Kleiderschrank hat die Polizei in Aachen beschäftigt. Als der erboste Ex-Partner seiner Freundin vor der Tür stand, war der Mann in das Möbelstück geflüchtet. Von dort aus rief er per Handy die Beamten zu Hilfe, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Zuvor war die gemeinsame Nacht der frisch Liierten rüde unterbrochen worden.

Der kräftige Ex-Freund der Frau hatte vehement an die Wohnungstür gehämmert und «Komm raus, ich mach dich kalt» gerufen.

Zunächst hätten die Beamten der Leitstelle an der Ernsthaftigkeit des verängstigt flüsternden Anrufers gezweifelt, räumte der Polizeisprecher an. Angesichts der eindeutigen Geräusche im Hintergrund seien dann aber gleich zwei Streifenwagen ausgerückt.

Bei deren Eintreffen war der Ex-Freund der Frau bereits verschwunden. Die Beamten konnten dem Anrufer über Handy Entwarnung melden. Daraufhin verschwand der Mann eilig aus der Wohnung seiner Freundin. Diese habe einen eher entspannten Eindruck gemacht, hieß es. Allerdings musste sie den Inhalt des Kleiderschranks aufräumen.

 

Festgesang zur Messe im Kleiderbügel-Takt

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Handwerk zur Peter-Pauls-Messe: Während Christian (v.l.) und André ein Stein bearbeiten, bohrt Andreas Arsand ein Loch ins Holz. Axel Alf stoppte die Zeit: 28,57 Sekunden .

NAUMBURG. Aufregend und interessant ist eine Handelsmesse allemal. Dass sie auch sehr lecker und gar sportlich sein kann, davon zeugte die am Sonntag zum Kirschfest traditionell abgehaltene Peter-Pauls-Messe. Zu deren feierlichen Auftakt vor der Marien-Magdalenen-Kirche versprach Oberbürgermeister Bernward Küper den Handwerkern und Händlern wieder "Hilfe, Beistand und Förderung". In mittelalterlichen Gewändern dick eingepackt, begaben sich das Stadtoberhaupt und seine Ratsherren von der Stadtwache gut behütet auf Messetour, um zu sehen, wie es derzeit den Händlern und Handwerkern ergeht. Zum hochoffiziellen Tross gehörte ein Nicht-Naumburger. Ebenfalls historisch gewandet schritt Aachens Stadtoberhaupt Marcel Philipp mit über die im Mittelalter als Jahrmarkt titulierte Handelsmesse.

Recht süß begann der Rundgang. Am Stand von Imker Eckhard Srugies schauten Küper und Philipp fleißigen Bienen bei der Arbeit zu. Eine Wabe unter Glas hatte Srugies mitgebracht. Ebenso eine, die mit leckerem Honig gefüllt war. Von der durfte genascht werden. Der Einladung folgten Malia und Kiran, die mit ihren Eltern aus Magdeburg angereist waren, gern. Die Drei- und der Sechsjährige tauchten immer wieder ihre Finger in die Wabe und schleckten genüsslich den Honig ab. "Ihr Opa hatte mal Bienenvölker, aber die beiden kennen das nur vom Erzählen", so Mutter Manja Winkler. Die Familie war zur Peter-Pauls-Messe von der Landeshauptstadt angereist, weil Vater Holger Lohmann ein Naumburger Kind ist.

Ein Kind war es auch, erzählte Antiquitätenhändler Mario Köhler, wegen dem er das einzige Mal in seiner 15-jährigen Tätigkeit einen mit Rattan geflochtenen Stuhl zurückbekommen hatte. "Es stellte sich heraus, dass sich der Sohn auf den Stuhl gestellt hatte", so Köhler, der gerade eine Sitzfläche für einen betagten Stuhl flocht. Aus Rattan, wie es seit 300 Jahren für Stuhlsitzflächen genutzt wird, erklärte er seinem hohen Besuch.

Dass es nicht immer der Taktstock sein muss, mit dem der Dirigent vor den Sängern steht, zeigte Drehorgel-Mucki. Der drückte kurzerhand dem ehemaligen OB Curt Becker einen Holzkleiderbügel in die Hand, um damit den Takt und die jeweilige Liedzeile am Text-Plakat vorzugeben.

Nicht nur die Kraft der Stimmbänder, sondern auch die der Muskeln war gefragt. Die Zimmerer Holger Fritzsche und Axel Alf luden die Stadtoberhäupter zum Wettkampf. Wer würde am schnellsten ein Loch in den Balken bohren? Die Zimmerer waren gnädig und hatten Fichte ausgesucht. "Es ist weiches Holz und das Bauholz der Region", so Alf. Der stoppte die Zeit, als Küper, Philipp und Bad Kösens Ortsbürgermeister Gerd Förster den Handbohrer ins Holz drehten. Küper gab 42,07 Sekunden vor. Auch Förster legte sich ins Zeug. Doch die Uhr war gnadenlos, zeigte 43,6 Sekunden. Mit 40 Sekunden war Philipp der Schnellste. "Sie haben auch einen anderen Winkel", spielte Küper auf die Größe des Aacheners an, der gut einen Kopf über Küper hinausragte.

Weiter ging es durchs dichte Besuchergedränge vom Marienplatz zur Marienstraße. Wieder wurde das Kirschfestlied angestimmt. Diesmal von den Naumburger Straßenmusikanten, die Spenden sammelten, die dieses Jahr dem Salztorhort zugute kommen. Während die Musiker mit dem hohen Besuch sangen, nahm Matthias Tränkner von der Stadtwache seine kürzlich erst drei Jahre alt gewordene Tochter Anna Luise auf den Arm. Auf dem anderen trug er singend deren Freund Lück. Da kam der Wach-Soldat nicht nur wegen der Temperaturen ins Schwitzen.

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