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Nordkorea droht wegen Manöver mit «nuklearer Abschreckung»
Nordkorea hat als Reaktion auf ein geplantes amerikanischsüdkoreanisches Manöver mit einer «gewaltigen nuklearen Abschreckung» gedroht. Die mächtige Nationale Verteidigungskommission unter Führung von Staatschef Kim Jong Il kündigte am Samstag außerdem einen «heiligen Vergeltungskrieg» gegen Südkorea und die USA an, wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

Bild ddp Nordkorea droht wegen Manöver mit «nuklearer Abschreckung»: Nordkorea hat als Reaktion auf ein geplantes amerikanischsüdkoreanisches Manöver mit einer «gewaltigen nuklearen Abschreckung» gedroht. Die mächtige Nationale Verteidigungskommission unter Führung von Staatschef Kim Jong Il kündigte am Samstag außerdem einen «heiligen Vergeltungskrieg» gegen Südkorea und die USA an, wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Nordkorea bezeichnete die Militärübung, die am Sonntag beginnen soll, erneut als unentschuldbare Provokation. Das Land sei zum Dialog und zum Krieg bereit, berichtete KCNA. Es lasse sich durch militärische Bedrohungen und Sanktionen nicht beeindrucken. An dem Manöver nehmen rund 8.000 Soldaten beider Länder teil, außerdem etwa 20 Schiffe und U-Boote sowie 200 Flugzeuge.
Seit dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs «Cheonan» im März, bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen, haben sich die Spannungen auf der südkoreanischen Halbinsel deutlich verschärft. Nach Erkenntnissen eines internationalen Ermittlerteams wurde das Schiff durch einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff versenkt. Als Reaktion kündigten die USA und Südkorea ein gemeinsames Manöver an, das bis Mittwoch dauern soll.
Taliban melden Gefangennahme eines US-Soldaten
TalibanKämpfer haben in Afghanistan offenbar zwei US-Soldaten überfallen, einen von ihnen getötet und seinen Kameraden gefangengenommen. Über Vermittler boten sie an, die Leiche des Amerikaners gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen auszutauschen. Die NATO-Schutztruppe ISAF bestätigte am Sonntag, dass zwei US-Soldaten in der Provinz Logar vermisst werden

Bild:ddp Taliban melden Gefangennahme eines US-Soldaten: TalibanKämpfer haben in Afghanistan offenbar zwei US-Soldaten überfallen, einen von ihnen getötet und seinen Kameraden gefangengenommen. Über Vermittler boten sie an, die Leiche des Amerikaners gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen auszutauschen. Die NATO-Schutztruppe ISAF bestätigte am Sonntag, dass zwei US-Soldaten in der Provinz Logar vermisst werden.
Kabul (apn). Nach ihnen wurde mit einem Großaufgebot gesucht.
Was die beiden Angehörigen der US-Marine in Logar vorhatten, blieb unklar. Einer ISAF-Stellungnahme zufolge hatten sie ihren Stützpunkt in Kabul am Freitagnachmittag in einem Geländewagen verlassen, waren aber nicht zurückgekehrt. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte der Nachrichtenagentur AP, sie seien in eine von den Aufständischen kontrollierte Gegend gefahren. Bei einem kurzen Feuergefecht sei ein Amerikaner getötet und der andere gefangengenommen worden. Beide seien an einen «sicheren Ort» gebracht worden und befänden sich «in den Händen der Taliban».
Ungewöhnliche Umstände
Der Chef der Provinzverwaltung, Abdul Wali, sagte, die Behörden hätten die Taliban aufgefordert, zunächst über den noch lebenden Soldaten zu verhandeln. Die Aufständischen hätten geantwortet, darüber müssten sie erst mit ihren Kommandeuren sprechen. Wali vermutete, dass sich die Amerikaner möglicherweise verfahren hatten und so in den gefährlichen Bezirk Charch geraten waren.
Ein Sprecher des Gouverneurs von Logar zeigte sich irritiert darüber, dass die beiden ihren Stützpunkt verlassen hatten, ohne wie üblich die afghanischen Sicherheitskräfte in Kenntnis zu setzen. US-Generalstabschef Mike Mullen, derzeit auf Besuch in Afghanistan, sprach von «ungewöhnlichen Umständen», ohne dies näher auszuführen.
Eine großangelegte Suchaktion sei eingeleitet, sagte Mullen. Fahrzeuge und Hubschrauber schwärmten aus. In Radiospots bot die ISAF 20.000 Dollar Belohnung für Hinweise auf den Aufenthaltsort der Vermissten.
Bereits seit gut einem Jahr haben die Taliban einen weiteren US-Soldaten in ihrer Hand, der am 30. Juni 2009 in der benachbarten Provinz Paktika verschwunden war. Seitdem war er immer wieder auf Videos zu sehen, die die Taliban im Internet veröffentlichten.
Fünf US-Soldaten getötet
Im Süden Afghanistans wurden am Samstag fünf US-Soldaten bei Bombenanschlägen getötet. Allein im Juli sind damit 75 Angehörige der internationalen Streitkräfte ums Leben gekommen, darunter mindestens 56 US-Soldaten.
Erneut wurden bei Kämpfen in der Region auch Zivilisten verletzt. Ein Augenzeuge sagte, er habe sieben Kinder ins Krankenhaus gebracht, die in Sangin in der Provinz Helmand bei Gefechten zwischen ISAF-Truppen und Taliban verletzt worden seien. Ein anderer Mann sagte, auch er habe Verletzte aus Sangin gebracht. Dorfbewohner seien mit weißen Fahnen auf die ISAF-Soldaten zugegangen, seien aber dennoch beschossen worden. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen. Die ISAF erklärte, sie untersuche die Angaben.
Bombenanschlag überschattet Nachwahl in Thailand
Am Tag einer Nachwahl zum thailändischen Parlament ist in Bangkok ein Mensch bei einer Bombenexplosion ums Leben gekommen Nach Angaben der Polizei detonierte der Sprengsatz am Sonntag an einer Bushaltestelle im Zentrum der Hauptstadt. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Unklar war zunächst, ob es einen Zusammenhang mit den blutigen Unruhen gibt, die das Land im April und Mai erschütterten.

Bild:ddp. Bombenanschlag überschattet Nachwahl in Thailand: Am Tag einer Nachwahl zum thailändischen Parlament ist in Bangkok ein Mensch bei einer Bombenexplosion ums Leben gekommen Nach Angaben der Polizei detonierte der Sprengsatz am Sonntag an einer Bushaltestelle im Zentrum der Hauptstadt. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Unklar war zunächst, ob es einen Zusammenhang mit den blutigen Unruhen gibt, die das Land im April und Mai erschütterten.
Bangkok. Bei der Nachwahl trat ein inhaftiertes Mitglied der Opposition gegen einen Kandidaten der Regierungspartei an.
Die Nachwahl galt als wichtiger Test für die politische Stimmung, nachdem Regierungstruppen die wochenlangen Proteste im Frühjahr blutig beendet hatten. Die oppositionellen Rothemden hatten damals Teile der Hauptstadt blockiert und sich Straßenkämpfe mit den Sicherheitskräften geliefert.
Einem vorläufigen Auszählungsergebnis zufolge lag der Kandidat der Regierungspartei mit 54 Prozent vorn. Sein Kontrahent von Rothemden gehört zwar nicht zur Führung der Protestbewegung, bekam aber viel Aufmerksamkeit, weil er den Wahlkampf vom Gefängnis aus führen musste. Ihm wird wegen seiner Rolle bei den Protesten Terrorismus vorgeworfen.
Die Bombe explodierte kurz nach Schließung der Wahllokale in der Nähe zweier Kaufhäuser, die auf dem Höhepunkt der Unruhen am 19. Mai niedergebrannt worden waren. Die Polizei teilte mit, sie wolle nicht darüber spekulieren, ob der Sprengsatz möglicherweise von Regierungsgegnern gelegt worden sein könnte. Bei der Explosion wurden zehn Thailänder und eine Frau aus Birma verletzt. Eines der Opfer, ein 51 Jahre alter Mann, erlag nach Angaben einer Krankenschwester später seinen Verletzungen.
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