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Ausbildungsmesse in Köln: 28 000 Besucher

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Köln. Zum zehnten Mal konnten sich Abiturienten am Freitag und Samstag in Köln auf der Messe «Einstieg Abi» Anregungen für ihre Berufswahl holen. Insgesamt 356 Aussteller informierten über Studiengänge, Ausbildungsberufe und Praktika, teilten die Veranstalter am Samstag mit. Etwa 28 000 Besucher nahmen das Informationsangebot in den Kölner Messehallen in diesem Jahr wahr, gut 7000 weniger als 2009. Die Messe, die seit 2001 jährlich in Köln stattfindet, macht noch in anderen Städten Station. Schirmherrinnen der Veranstaltung waren unter anderem Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) und NRW-Bildungsministerin Barbara Sommer (CDU).

 

Gropiusbau zeigt gerettete Schätze des Kölner Stadtarchivs

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Im Berliner Martin-Gropius-Bau werden ab Samstag (6. März) 100 gerettete Dokumente des eingestürzten Kölner Stadtarchivs gezeigt. Die Exponate sind unter dem Titel «Köln in Berlin. Nach dem
Einsturz: Das Historische Archiv» bis 11. April auf knapp 1000 Quadratmetern zu sehen.

Berlin/Köln. Im Berliner Martin-Gropius-Bau werden ab Samstag (6. März) 100 gerettete Dokumente des eingestürzten Kölner Stadtarchivs gezeigt. Die Exponate sind unter dem Titel «Köln in Berlin. Nach dem Einsturz: Das Historische Archiv» bis 11. April auf knapp 1000 Quadratmetern zu sehen, wie Archivleiterin Bettina

Schmidt-Czaia am Freitag sagte. Der Magazintrakt des Archivs war Anfang März 2009 aus noch ungeklärter Ursache eingestürzt. Dabei kamen zwei Bewohner benachbarter Häuser ums Leben. Nach Angaben Schmidt-Czaias sind die ausgestellten Stücke in sehr unterschiedlichem Zustand. «Von nahezu unbeschädigt bis fast zerstört ist alles dabei», sagte sie. Die Herkunft der Archivalien reiche vom Mittelalter bis in die Gegenwart, die Auswahl sei jeweils zufällig erfolgt. Zu sehen ist unter anderem eine mittelalterliche Handschrift des Kölner Gelehrten Albertus Magnus. Das Papier sei seit dem Einsturz mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder restauriert worden. Wie der Direktor des Gropius-Baus, Gereon Sievernich, ankündigte, kommen die Überschüsse der Schau der Stiftung Stadtgedächtnis zugute, deren formale Gründung kurz bevorsteht. «Denn ich finde, das Kölner Stadtarchiv ist so wichtig wie die wiederhergestellte Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar», sagte Sievernich. Das Archiv und seine in Berlin gezeigten Exponate seien Teil des Weltkulturerbes. Es gehe um ein Archiv, «das Weltbedeutung hat, aber derzeit noch nicht die Beachtung findet, die es verdient». Sievernich verwies ausdrücklich auf das Engagement der Freunde des Historischen Archivs der Stadt Köln e.V., die für die Berliner Schau einen Begleitband erarbeiteten.

 

Rüttgers spart am Kölner Stadtarchiv

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Der Ministerpräsident ließ sich viel Zeit.Kaum einer in Köln glaubte noch daran, dass sich Jürgen Rüttgers doch noch dafür entscheiden würde, die geplante Gründung der Stiftung "Stadt-Gedächtnis" zugunsten des eingestürzten Historischen Archivs zu unterstützen.Schon kurz nach der Katastrophe versuchte Kölns Kulturdezernent Georg Quander ein Stiftungsmodell aufzustellen mit Stadt, Bund und Land als gleichberechtigten Partnern. Je fünf Millionen Euro, so plante Quander, sollten die drei Stifter beisteuern.

Der Ministerpräsident ließ sich viel Zeit. Kaum einer in Köln glaubte noch daran, dass sich Jürgen Rüttgers doch noch dafür entscheiden würde, die geplante Gründung der Stiftung "Stadt-Gedächtnis" zugunsten des eingestürzten Historischen Archivs zu unterstützen. Schon kurz nach der Katastrophe versuchte Kölns Kulturdezernent Georg Quander ein Stiftungsmodell aufzustellen mit Stadt, Bund und Land als gleichberechtigten Partnern. Je fünf Millionen Euro, so plante Quander, sollten die drei Stifter beisteuern. Doch in NRW stehen Landtagswahlen bevor, und da trifft der CDU-Ministerpräsident seine Entscheidungen nach Kriterien der Werbewirksamkeit.

So wartete Rüttgers den Jahrestag des Einsturzes in dieser Woche ab, um am Dienstag großspurig zu erklären: "Mit unserer Unterstützung wollen wir dazu beitragen, das Archivgut dauerhaft zu erhalten." Eine Million Euro stelle das Land dafür zur Verfügung. Das ist deutlich weniger als Quander sich erhofft hatte. "Wir haben nie von fünf Millionen Euro gesprochen", sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Der Ministerpräsident orientiere sich lediglich an der Summe, die der Bund bereit ist zu geben. Da fragt man sich, warum Rüttgers, der ja auch sonst den Vorgaben des Bundes nicht immer Folge leistet, sich hinter einem solchen Argument versteckt. Denn hält man sich vor Augen, dass die Kosten für die Restaurierung der Bestände auf mehr als 300 Millionen Euro geschätzt werden, ist die Beteiligung von Land und Bund mit je einer Million Euro knauserig.

Dass die Summe so niedrig ausfällt, hängt möglicherweise mit der Skepsis zusammen, die Rüttgers Köln entgegenbringt. Nach dem Archiveinsturz ließ der Ministerpräsident den damaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma telefonisch abwimmeln, und jetzt argwöhnte Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, der Kölner Kämmerer würde die Versicherungssumme von 61 Millionen Euro womöglich einsetzen, um Haushaltslöcher zu stopfen.

"Die Stiftung", so ließ die Staatskanzlei verbreiten, "wird darüber wachen, dass zu erwartende Schadensersatz- beziehungsweise Versicherungsforderungen verfolgt und entsprechende Leistungen vorrangig für die Restaurierung eingesetzt werden." Dass Köln nicht gerade berühmt ist für stringente politische Handlungen, ist landauf, landab bekannt. Aber muss ein Ministerpräsident eine Stadt - auch wenn sie einen SPD-Oberbürgermeister hat - derart brüskieren? Eine Werbemaßnahme für den Ministerpräsidenten ist das auf keinen Fall

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